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5 Tipps für eine zahngesunde Ernährung

Aktualisiert: vor 5 Tagen

In diesem Artikel erfährst du die wichtigsten Grundregeln für zahngesundes Essen, welche Zwischenmahlzeiten den Zähnen deines Kindes besondern schaden und welche du gerne öfters geben darfst.


Kinder essen Gemüse

Bist du auch manchmal verwirrt von den ganzen Ernährungstipps und Ratgebern? Was wir essen, ist zu einer Lebensphilosophie geworden. Trotzdem scheint es fast unmöglich, sich "richtig" zu ernähren, weil sich die wisschenschaftlichen Erkenntnisse ständig ändern. Wer sich in dieses Thema vertiefen möchte, dem empfehle ich das Buch "Der Ernährungskompass" von Bas Kast. Er stellt alle wisschenschaftlichen Studien zum Thema Ernährung völlig wertungsfrei vor und gibt konkrete Empfehlungen, was aus heutiger Sicht krank macht und wovon man mehr essen sollte.

In diesem Beitrag möchte ich dir ein paar Grundregeln an die Hand geben, anhand derer du dir selbst überlegen kannst, ob eine Mahlzeit den Zähnen deines Kindes schadet oder sie schützt.


1. Feste Nahrung

Das Essen deines Kindes sollte möglichst kauaktiv sein. Je mehr die Nahrung gekaut werden muss, desto mehr Speichel wird im Mund produziert. Dieser enthält viele wichtige Verdauungenzyme, die bei der Zerkleinerung der Nahrung helfen. Außerdem trainiert das Kauen die Gesichtsmuskulatur. Eine trainierte Muskulatur wiederum ist wichtig für die Sprachentwicklung und die korrekte Nasenatmung. Kinder, die eine schlaffe Gesichtsmuskulatur haben, atmen nachts oft durch den Mund und sind dadurch infektanfälliger.


2. Nicht zu süß

Das ist der Klassiker unter den zahngesunden Ernähungstipps. Der Zuckergehalt der Nahrung hat einen großen Einfluss darauf, ob dein Kind Karies entwickelt. Gefährlich sind aber nicht nur offensichtlich süße Speisen wie Süßigkeiten oder Fruchtsäfte, sondern auch niedermolekulare Nahrungsmittel. Auch Weißbrot und Chips haben hohe Mengen an Zucker. Versteckter Zucker findet sich in fast allen industriellen Lebensmitteln, zum Beispiel Tomatensoßen. Der Zuckergehalt lässt sich aus den Inhaltsstoffen auf der Packung ablesen.


3. Klebrige Nahrungsmittel meiden

Der Zucker in der Nahrung ist aber nicht der einzige Faktor, der die Zähne zerstören kann. Sehr wichtige ist, wie lange es braucht, bis eine Speise vollständig aus der Mundhöhle verschwunden ist. So schädigen Lollis und Bonbons durch ihre lange Verweildauer im Mund mehr als Gumminbärchen, die zudem noch gekaut werden müssen und dabei wieder Speichel feisetzen. Auch Bananen haben eine höheren Zuckergehalt und sind zudem klebriger, als z.B. Beeren.


4. Pausen zwischen den Mahlzeiten

Der Speichel deines Kindes enthält wichtige Abwehrstoffe, die dafür sorgen, dass nach einer Mahlzeit der pH-Wert im Mund wieder ausgegelichen wird. Allerdings braucht er dazu eine gewisse Zeit. Wenn in dieser Zeit weitere Nahrung nachkommt, wird manchmal die Grenze überschritten, die der Speichel abpuffern kann. Das kann bedeuten, dass die Zähne angegriffen werden und Karies bekomme können. Deshalb solltest du unbedingt darauf achten, dass es zwischen den Mahlzeiten Pausen gibt. Das heißt einerseits, dass es den Zähnen nicht gut tut, wenn Kinder zur Beruhigung an einem Keks oder einem Stückchen Breze lutschen. Andererseits empfiehlt es sich, lieber einen ganzen Apfel auf einmal zu geben, als über den Nachmittag verteilt immer wieder ein kleines Stückchen.


5. Vorsicht vor Säure

Nicht nur Zucker greift den Zahn an. Auch säurehaltige Lebensmittel können den Zahnschmelz in Lösung bringen. Oft ist sogar ein recht gesunder Lebensstil mit viel sauren Nahrungsmitteln verbunden, z.B. Salatsoßen oder Zitrufrüchten. Auch hier geht die Hauptgefahr von süßen Getränken wie Fruchtsäften oder Eistee aus, die für den Hauptteil der Säuredefekte im Kindermund verantwortlich sind. Ein Tipp um Säure etwas auszugleichen ist, sie mit Calcium zu verbinden. Obst kann mit Joghurt gemischt werden, und wenn es schon ein Orangensaft zum Frühstück sein soll, dann lieber einen mit Calcium wählen.


Welche Lebensmittel schneiden nach diesen Kriterien schlecht ab?

Ganz klar Industrieprodukte wie Süßigkeiten, Chips, gesüßtes Müsli und gesüßte Getränke. Auch Quetschies sind wie Süßigkeiten zu behandeln, da sie wenig kauaktiv sind und der Zucker in diesen Produkten verdichtet ist.


Ich kann und möchte nicht verhindern, dass mein Kind Süßes isst?

Ich bin auch kein Fan von kompletten Verboten. Wichtig ist aber, dass du mit deinem Kind ausmachst, dass es eine feste Tageszeit gibt, an der genascht wird, z.B. nach dem Mittagessen oder nach dem Abendessen. Das verhindert, dass dein Kind immer wieder danach frägt und schon als Pausenbrot etwas Süßes möchte. Es gibt auch Süßigkeiten mit Xylit, einem Zuckeraustauschstoff. Diese können von Bakterien nicht verstoffwechselt werden und daher nicht zu Karies führen. Sie sind trotzdem mit Vorsicht zu genießen, da sie in größeren Mengen abführend wirken und die Kindern an den süßen Geschmack gewöhnen.


Was gibt es denn für Zwischenmahlzeiten, die den Zähnen meines Kindes nicht schaden?

Ein guter Snack ist z.B. ein Vollkornbrot mit Käse. Es macht satt, muss intensiv gekaut werden und ist nicht süß. Naturjoghurt mit Obst oder Rohkost empfehlen sind auch. Natürlich werden die meisten Kinder lieber ein Stück Kuchen essen, und das dürfen sie auch von Zeit zu Zeit.

Die Ernährung im Kindesalter prägt die Essengewohnheiten ein Leben lang, und in diesem Punkt kannst du deinem Kind für später sehr viel Wertvolles mitgeben.


Fazit

Achte darauf, dass die Mahlzeiten deines Kindes weder zu süß, zu klebrig noch zu sauer sind. Die Nahrung sollte gut gekaut werden und zwischen den Mahlzeiten sollten Verdauungspausen liegen.

Wenn du diese Regeln beachtest, kannst du das Kariesrisiko deines Kindes stark verringern!

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